Historie
Friedhof
Im 19. Jahrhundert nahm die alte Weber- und Bleichstadt Chemnitz einen
ungeahnten industriellen Aufschwung. Die Bevölkerung entwickelte sich
explosionsartig. Die Zahl der Einwohner stieg in kurzer Zeit auf 320.000.
Damit einhergehend wuchs die Sterblichkeitsrate, so dass die damaligen
kirchlichen Friedhöfe bald nicht mehr aufnahmefähig waren.
Der Rat und die Stadtverordneten begannen sich 1864 mit der Anlage
eines großen Gemeindefriedhofes zu beschäftigen. Der Ausbruch der
Cholera 1866 beschleunigte die Gedanken zur Anlegung eines städtischen
Zentralfriedhofes ohne konfessionellen Anspruch der Kirche.
Im Frühjahr 1871 begannen die Arbeiten: 1872/73 Bau Leichenhalle,
Redehalle, Beamtenwohnungen und Eingangspforten. Am 28.04.1874 war
die Weihefeier durch Vizebürgermeister Vetters mit anschließender erster
Beerdigung (auf Stadtkosten).
Der Friedhof hatte damals 31 Grababteilungen – Erweiterung in zwei Abschnitten:
44 Abteilungen und 67 Abteilungen. Heute umfasst er 30,8 Hektar.
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